Hatten wir nicht mal Sex in den 80ern?” (VÖ 02.03.2018)
ist ein halb-autobiografischer Roman, ein wilder Ritt durch Bluncks Leben, seinen Beinahe-Tod und natürlich durch die 80er. Es treten auf: Die Band “Villa Hammerschmidt”, die scharfe Dr. Schulz, der böse Knirpsi Schröder uva.

November 2014: Ein ausverkauftes Konzert, ein glanzvolles Comeback. Die Zimmermänner spielen das Release-Konzertzu ihrem Album „Ein Hund namens Arbeit“. Plötzlich sackt Timo Blunck zusammen, stechende Schmerzen. Blaulicht,Krankenhaus … während die verbliebenen Zimmermänner Hits wie „Klein & Doof“, „Wir wollen keinen Ärger in dieser Stadt“ oder „Die Nöte des feinen Mannes“ nunmehr ohne Blunck spielen, „The Show must go on“, ringt der sympathische Komponist am anderen Ende der Stadt mit dem Tod: Darmverschluss, Not-OP, vier Wochen Krankenhaus, das volle Programm. Kaum aus der Narkose erwacht, denkt auch Blunck: „The Show must go on“. Noch mit diversen Schläuchen im Arm sowie im Darm bittet Blunck die Krankenschwester mit noch leicht zittriger Stimme um Zettel und Papier und beginnt zu schreiben … und schreibt, zum Teil noch unter dem Einfluss starker und stärkster Narkose- und Schmerzmittel, die ganzen vier Hospitalwochen durch. So eine Nahtoderfahrung, so wenig man so was anderen, geschweige denn sich selbst wünscht, kann die Kreativität doch ziemlich befeuern. Muss man sich mal vorstellen: Eben noch auf der Bühne, ausverkauftes Haus, schicker Anzug und jetzt im Krankenhaus-Doppelzimmer, geharnischt in eines dieser entwürdigenden Krankenhausnachthemden. Da kommt man schon ins Grübeln. Zeit, Bilanz zu ziehen. Und Blunck zog Bilanz: „Hatten wir nicht mal Sex in den 80ern?“ ist seine musikalische Autobiographie. In ihrer Direktheit ziemlich verstörend. Aber: „Das Leben ist zu kurz, um in Bildern zu sprechen.“ Recht hat der Blunck. Verstörend, aberctrotz Tod, schlechten Drogen, guten Drogen, kaputten Beziehungen und dem ganzen üblen Kram nie ohne Humor. Undcnicht nur textlich ist „Hatten wir nicht mal Sex in den 80ern?“ eine Autobiographie, sondern auch musikalisch, Blunck spielte alle Instrumente selbst ein. Vielleicht, weil die Songs so persönlich sind, so nah, so schmerzhaft? Aber derartig prätentiöses, ja man möchte schon fast sagen deutschpoetenhaftes (was für ein Ekelwort, da schüttelts einen ja, bitte um Verzeihung) Befindlichkeitsgetue liegt Blunck, wir ahnen es bereits, fern: „Bevor ich einem Mucker seinen Part erklären muss, mach ich den Kram lieber selber“, so die etwas hemdsärmelige Auskunft. Und Blunck machte „den Kram“ selber, nahm mit einer alten 8-Spur-Bandmaschine zu Herzen gehende Balladen („Koks & Nutten“, „Der zärtlichste Psychopath“), New-Orleans-Soul-Yacht-Rock-Hybriden („Blöd“, „Angst essen Erbsenseele auf“) und Uptempo-Funk (das Titelstück) auf, sparsam, aber dafür umso knalliger arrangiert. Überhaupt zieht sich ein recht starker New-Orleans-Einfluss durch das ganze Album. Vermutlich, da Blunck jahrelang in „The Big Easy“ zu logieren pflegte. Eine perfekte Umsetzung der Texte in Musik. Aber was soll das Gelaber? Hammerplatte! Hier ist Bluncki, hier ist Knirpsi, halb Mensch, halb Keks, hier der Gainsbourg aus St.Georg: Timo Blunck!

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Kartenvorverkauf startet demnächst: VVK 8 Euro / AK 10 Euro

http://www.tapeterecords.de/artists/timo-blunck/

https://www.facebook.com/timo.blunck

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Musikalische Lesung: Timo Blunck (Palais Schaumburg / Die Zimmermänner)
Mittwoch, 25. April 2018
Beginn 21.00 Uhr, Einlass ab 20:30 Uhr
bei Samowar Tea & Records, Am Sande 33, Lüneburg

 

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In vino veritas? Naja, das wichtigste ist doch erstmal, er schmeckt. Manchmal ist es aber auch ganz praktisch, einfach mal so zu tun, als könne man sich qualifiziert einmischen in die wieder einmal entbrennenden Diskussionen um zu viel Schmelz, zu wenig Frucht und die Frage um gelbe oder grüne Säure am Tisch…

Genau dafür werden wir am Freitag, den 02.12. die Voraussetzungen schaffen: Matthias Herrmann (Theater Lüneburg) liest bei uns aus dem Buch ‘Weinwissen für Angeber’, in dem es neben einigen wirklich interessanten Informationen um Qualitätsmerkmale und Weinregionen vor allem um die gekonnt-(un-)qualifizierte, auf jeden Fall aber ‘überzeugende’ Kommunikation zum Wein geht.

Die Praxis und Einübung der Weinweisheiten erfolgt in der eingebetteten Verkostung von 8-10 ausgesuchten Weinen aus unserem Sortiment. Käse und Brot dürfen natürlich auch nicht fehlen!


Der Vorverkauf läuft bereits!

Karten für 18 EUR (inkl. Verkostung, Brot & Käse) sind bei uns im Laden erhältlich.

Weinwissen für Angeber: Lesung & Weinverkostung
Freitag, 2. Dezember
Beginn: 20.00 Uhr

Hier geht´s zum facebook event

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